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Sansepolcro
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Anghiari
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Caprese Michelangelo
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Über die Region:
Valtiberina – Das Obere Tibertal

Das Obere Tibertal, oder Valtiberina, ist reich an Kunst, Geschichte und Kultur. Hier findet man herrliche Natur und die Gegend ist noch vom Massentourismus verschont geblieben. Piero della Francesca, vielleicht der bedeutendste Künstler der frühen Renaissance wurde in Sansepolcro, dem Stützpunkt des Tibertals, geboren. Eines seiner bekanntesten Werke, „die Auferstehung“, ist im lokalen Museum dieser eleganten, mit einer Stadtmauer befestigten Stadt, ausgestellt. Seine „schwangere Madonna“ oder „Madonna del Parto“, wahrscheinlich das einzige Gemälde auf der Welt, das mit Straßenhinweisschildern gewürdigt wird, ist in Monterchi, einem mittelalterlichen benachbarten Städtchen, auf einem Hügel, ausgestellt. Pieros berühmter Freskozyklus ist in Arezzo ausgestellt, 30 Autominuten entfernt.

SANSEPOLCRO

Gemessen an anderen Städten der Region ist Sansepolcro mit 1000 Jahren eine relativ junge Stadt. Nach einer Legende kehrten zwei Pilger mit einer kostbaren Reliquie aus dem Grab Jesu aus dem Hl. Land zurück und bauten an dieser Stelle eine Kirche. Heute ist Sansepolcro für Besucher eine elegante, kleine Stadt, von seinen Mauern geschützt. Alte Türme und Palazzi stehen harmonisch dicht an dicht. Der Haupt „Corso“, der sich von der Porta Fiorentina südlich zur Porta Romana erstreckt, wird aufgelockert durch schöne Modegeschäfte, Gourmetläden, Bars und Restaurants. An Dienstagen und Samstagen herrscht auf dem lokalen Markt geschäftiges Treiben, auf dem frische Früchte, Gemüse, günstige Textilien, Schuhe und Haushaltswaren verkauft werden. Das Museo Civico mit Gemälden Piero della Francescas ist ein absolutes „Muss“ ebenso wie der Duomo gegenüber. Es gibt auch noch eine Vielzahl kleiner Kirchen, mit weniger bekannten Kunstwerken, die es wert sind, besucht zu werden. Details können Sie bei der Touristeninformation erfragen.

ANGHIARI

Wird von der „Borghi-più-belli“-Organisation als eine der schönsten, auf einem Hügel gelegenen, mittelalterlichen Städte bezeichnet!! Seinen Charme muss man zu Fuss entdecken. Die alten gepflasterten Straßen werden von wunderschönen Minigärten, kunsthandwerklichen Läden und verborgenen Treppen gesäumt und Stadttore versetzen Sie ins Mittelalter. Je öfter man durch die Gassen schlendert, desto begeisterter ist man. Von Anghiari hat man herrliche Panoramen über das ganze Tal. Während der Sommermonate finden hier viele Jahrmärkte und Festivals statt. Anghiari ist ebenfalls ein Forum für die sehr aktive klassische Musikszene. Das Qualitätsleinen des lokalen Herstellers Busatti wird in die ganze Welt exportiert und auch von Frauen der Region hergestellte Spitze kann man hier kaufen. Die kleine Stadt ist international bekannt für die Restaurierung antiken Möbels. Ebenfalls finden hier regelmäßig Antiquitätenmärkte statt.

Die Ursprünge Anghiaris sind römisch, doch ist Anghiari eine klassische mittelalterliche, auf einem Hügel gelegene Stadt.

Die berühmte Schlacht von Anghiari von 1440, in der sich Mailänder und die mit dem Papst verbündeten Florentiner bekämpften, sicherte die Vorherrschaft der Florentiner in dieser Region und begründete die Florentinische Republik. Leonardo da Vinci wurde später von der Signoria beauftragt, seine berühmte „Schlacht von Anghiari“ zu malen, um deren Bedeutsamkeit herauszustellen. Leider ist dieses Gemälde verloren gegangen.

Anghiari verfügt über eine Reihe schöner Bars, vier oder fünf gute Restaurants. Anghiari ist deshalb so angenehm, weil man nicht das Gefühl hat, dass man unbedingt etwas ansehen muss. Man kann einfach durch die Gassen schlendern, einige Fotos machen und kann danach ein schönes Essen genießen.

MONTERCHI

Man glaubt, dass der Name vom Monte Ercole oder dem Herkules-Berg kommt, wo er eine seiner Arbeiten verrichtete, wenn man auch nicht weiß welche. In prähistorischer Zeit wahrscheinlich eine Insel, ist Monterchi heute eine kleine mittelalterliche Stadt auf einem Hügel, die sich internationale Geltung durch Piero della Francescas „Madonna del Parto“ verschaffte. Dort wurde eigens für dieses Gemälde ein Museum errichtet. Die Stadt hat immer noch ihr mittelalterliches spiralförmiges Straßensystem, das es sich lohnt zu erforschen. Das Städtchen hat auch einen bedeutenden Sonntagsmarkt, der für am Samstag ankommende Gäste praktisch ist, da sonntags alle Läden geschlossen haben. In Monterchi gibt es auch Marcellos Supermarkt, der sonntags bis 13:00 Uhr geöffnet hat entgegen der sonstigen italienischen Gepflogenheit. Wenn man Marcello trifft, weiß man auch warum!

CITERNA

Ein paar Kilometer überhalb Monterchis liegt Citerna, eine Stadt, die sich bereits in Umbrien befindet. Von dort hat man einige fantastische Ausblicke. Citerna ist auch als der „Balkon des Valtiberina“ bekannt. Citerna hat zwei Kirchen, die es Wert sind besucht zu werden. Sie haben jedoch keine spektakulären Kunstwerke. Die Wurzeln Citernas liegen in der Etruskerzeit, aber ihr Kern ist mittelalterlich und architektonisch durchdacht. Es gibt hier ein gutes Restaurant und eine Bar, doch ist es ansonsten ruhig während der Mittagessenszeit.

CAPRESE MICHELANGELO

Das ruhige und verträumte Bergstädtchen ist der Geburtsort Michelangelo Buonarrotis (1475-1564). Sein Geburtshaus ist öffentlich zugänglich und das Museum des großen Bildhauers ist einen Besuch wert, auch wenn hier keines seiner Werke ausgestellt ist. In dieser Gegend gibt es traditionelle Restaurants, die endlose Menues zu vernünftigen Preisen anbieten. Hausgemachte Pasta erscheint oft auf den lokalen Speisekarten. Steinpilze (zur Saison), Soßen mit frischen Tagliatelle als ersten Gang oder mit Rindfleisch serviert als zweiten Gang, sind wirklich einmalig.

LA VERNA

Nicht weit von Caprese Michelangelo liegt das Kloster La Verna, versteckt in den Hügeln, mit atemberaubenden Ausblicken auf den Nationalpark des Casentino. La Verna ist eine friedliche Oase und es ist angenehm das Kloster in den heißen Sommermonaten zu besuchen. Man sagt, dass der Hl. Franziskus von Assisi hier stigmatisiert wurde. La Verna ist ein spiritueller Ort, wenn es auch ein Platz ist, den auch Atheisten genießen könnten. Das Kloster hat eine Bar und ein Restaurant, in dem traditionelle und preiswerte Speisen angeboten werden. Der Klosterladen bietet eine Vielzahl von Schnäpsen an, die von den Mönchen hergestellt werden. Die natürliche Schönheit der Berge und die üppigen Wälder sind der beste Ausgangspunkt für die vielen Wege durch die Berge, die das Kloster umgeben.

VERKEHRSWEGE

Die Superstrada E45 ist die Nord-Süd-Verbindung und der Hauptverkehrsweg durch das Tibertal von Sansepolcro bis nach Perugia und weiter nach Rom. Die günstigste Verkehrsknotenpunkt des Valtiberina ist Arezzo (40 min von Sansepolcro entfernt), das auch an der Hauptschienenstrecke durch Italien (Rom/Mailand) und der Autostrada A1 liegt. Es fahren regelmäßig Busse des Busunternehmens SITA von Arezzo (Hauptbahnhof) nach Sansepolcro über Anghiari.

DIE NÄCHSTEN FLUGHÄFEN:

Perugia 50 min
Forlì 1.25 h
Florenz 1.5 h
Pisa 2.5 h
Bologna 2.5 h
Rom 3 h